Januar 25, 2017

Sasa Jovanovic

Saša Jovanović (Thaiboxen, -63,5kg)

Sasa JovanovicSasa Jovanovic

Sportlerprofil

Saša Jovanović (* 27. Februar 1984 in Wien, Österreich) ist ein österreichischer Kampfsportler mit serbischen Wurzeln, der vor allem als Kickboxer, vielmehr jedoch als Thaiboxer in Erscheinung tritt. Der 168 cm große Athlet hat ein Wettkampfgewicht von 63,5 kg, womit er im Mittelgewicht zum Einsatz kommt.

Saša Jovanović wurde am 27. Februar 1984 als Sohn serbischer Gastarbeiter in der österreichischen Bundeshauptstadt Wien geboren, wo er auch aufwuchs und am 1. September 2001 im Alter von 17 Jahren im Kampfsportcenter Tosan in der Wiener Taborstraße mit dem Kick- und Thaiboxtraining begann. Als Amateur gewann er bereits im nachfolgenden Jahr bei den österreichischen Meisterschaften in der Neulingswertung den ersten Platz im Kickboxen. Einen weiteren österreichischen Meistertitel sicherte er sich auch in der Erwachsenenklasse der Kickboxer, ehe er mit dem österreichischen Nationalkader an der WKA-WM in Marina di Massa in Italien teilnahm und dort Vizeweltmeister im Kickboxen wurde.

Ein Jahr später belegte er im Thaiboxen bei den österreichischen Meisterschaften den zweiten Platz und rangierte auf ebendiesen auch in der IMTF-Wertung, der International Muay Thai Federation. Bei der darauffolgenden WKA-WM 2004 in Basel wurde Jovanović Vizeweltmeister im Thaiboxen, ehe er am 20. März 2005 zum Profi aufstieg und fortan mit Profistatus in Erscheinung trat. An diesem Tag erkämpfte er sich in Wien den österreichischen Titel der WAKO-PRO in der Mittelgewichtsklasse (bis 63,5 kg) im Thaiboxen.

Rund eineinhalb Jahre später feierte er mit dem EM-Titel im Leichtgewicht (bis 60 kg) der International Sport Karate Association (ISKA) seinen nächsten großen Erfolg, als er den ungarischen Thaiboxer Tóth Csaba besiegte. Nur zweieinhalb Monate später erkämpfte er sich in der Schweiz den WM-Titel im Weltergewicht (bis 67 kg) des World Professional Kickboxing Council (WPKC), einem Titel, den einst auch sein österreichischer Landsmann Fadi Merza, wenn auch in der Mittelgewichtsklasse, innehatte. Dabei besiegte er den albanischstämmigen Schweizer Mikel Kolaj. Nach zahlreichen weiteren Kämpfen errang er am 26. Mai 2008 in seiner Heimstadt Wien den österreichischen Titel des Word Muaythai Council (WMC) im Halbweltergewicht (bis 63,5 kg), als er Tschechen Zdenek Slehober besiegte und einige Monate später an der von der World Full Contact Association (WFCA) organisierten Weltmeisterschaft in Bilbao teilnahm. Während dieser konnte er sich in einem Kampf gegen Pedro Filipe im Halbweltergewicht (bis 63,5 kg) den WM-Titel im Kickboxen sichern. Rund ein Jahr ohne neuerlichen Titelgewinn verging, ehe Saša Jovanović am 3. Oktober 2009 in Wien den Ungarn László Simon im Titelkampf um den EM-Titel im Weltergewicht (bis 67 kg) der Oriental Pro Boxing Union (OPBU) basierend auf den K-1-Regeln bezwang.

Nach abermals einem knappen halben Jahr gewann er am 20. März 2010 gegen den Russen Denis Lukaschow auch noch den Kickbox-WM-Titel im Halbweltergewicht (bis 64,5 kg) bei der von der International Sport Karate Association organisierten Weltmeisterschaft in Wiener Neudorf. Nachdem er auch in den nachfolgenden Jahren zahlreiche Kämpfe bestritt und diverse Titel errang, ist er seit dem Jahr 2013 amtierender ISKA-Europameister und hält seit 2014 Weltmeistertitel der World Kickboxing and Karate Union (WKU) und der ISKA. Weiters errang er die Bronzemedaille bei der von der World Association of Kickboxing Organizations (WAKO) organisierten Weltmeisterschaft 2013 in Brasilien. Am 19. Mai 2015 wurde dem serbischstämmigen Athleten vom Wiener Stadtrat Christian Oxonitsch im Wiener Rathaus das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich verliehen.

(Quelle: Wikipedia)

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Nicole Trimmel

Nicole Trimmel (Kickboxen)

Nicole TrimmelNicole Trimmel

Sportlerprofil

Nicole Trimmel wurde als Tochter von Anita und Walter Trimmel 1982 in Wien geboren. Nachdem die Familie die frühen Jahre ihres Lebens in Wien verbracht hatte, entschied man sich 1986 in den Heimatort der Eltern, Oslip, zurückzukehren.

Als kleines Kind zog die Faszination Kampfsport Nicole Trimmel in den Bann. Erst versuchte sie sich in anderen Sportarten, wie z. B. in der Leichtathletik und dem Fußball. 1997, während ihrer Zeit in der Sekundärschule (Oberstufe), machte sie erste Erfahrungen mit dem Kampfsport im Zuge eines Selbstverteidigungskurses. 1999 startete Nicole Trimmel ihre Kickboxkarriere beim KBC Rust.

Ihr damaliger Kickboxtrainer beim KBC Rust, Joachim Huber, entdeckte das Talent und sie gewann den österreichischen Jugendstaatsmeistertitel beim ersten Versuch. Weitere Erfolge auf nationaler Ebene und die Einberufung in das österreichische Nationalteam im Jahr 2002 folgten. Im selben Jahr startete sie bei den IAKSA-Weltmeisterschaften im Kickboxen in Caorle, Italien. Der Kampf um den Einzug ins Finale war von Nervosität geprägt und Trimmel verlor.

Der Durchbruch gelang Trimmel bei der IAKSA-Weltmeisterschaft im Kickboxen in Miami, Florida, USA im Jahr 2003. Aus der Außenseiterrolle erkämpfte sie zwei Vizeweltmeistertitel in der Junioren und in der Allgemeinen Klasse. Weitere Titel bei nationalen und internationalen Veranstaltungen folgten. Der kritische Erfolg kam 2004 bei den IAKSA-WKA Weltmeisterschaften im Kickboxen in Basel, Schweiz. Nicole Trimmel schaffte es in die Endrunde, wo sie sich den Weltmeistertitel im Kickboxen in der Disziplin Leichtkontakt sicherte. Zudem erkämpfte sie bei diesem Event zwei Vizeweltmeistertitel im Kickboxen, jeweils in den Disziplinen Semikontakt und Team.

Danach folgt eine lange Liste von nationalen und internationalen Erfolgen. Nachdem die Weltverbände IAKSA und WAKO (World Association of Kickboxing Organisation) im Jahr 2006 zur WAKO fusionierten, gelingt es Trimmel 2010 erstmals einen WAKO Europameistertitel nach Österreich zu holen. Nicole Trimmel entwickelt sich zu einem Role Model in ihrer Sportart und begeistert viele Menschen mit ihren Erfolgen und ihrem Lifestyle. Mit einer enormen Konstanz holt sie sich Jahr für Jahr Titel um Titel und beherrscht somit die Weltspitze des Kickboxsports wie keine andere.

Darüber hinaus holte sie in den Jahren 2008, 2009 und 2013 mit den Titeln der WAKO-PRO-Profiliga auf nationaler und internationaler Ebene die höchsten im Kickboxen erreichbaren Ergebnisse. 2009 organisiert sie die „Nacht der Champions“ in ihrer Heimatgemeinde Oslip und kämpft gegen die Portugisin Carla Silvia um den WAKO PRO WM Titel im Vollkontakt Kickboxen.

2011 gründet sie gemeinsam mit ihrem Kollegen einen eigenen Verein: die kickboxing academy mit Sitz in Eisenstadt. Als Folge einer schweren Knieverletzung musste sie im Jahr 2011 viele Bewerbe absagen, konnte aber bereits kurz nach ihrer Genesung bei der WAKO Weltmeisterschaft im Leichtkontakt Kickboxen in Skopje, sowie im Dezember im Vollkontakt Bewerb in Dublin jeweils die Weltmeistertitel erzielen. Nach diesen Erfolgen startete Nicole Trimmel ein ehrgeiziges Projekt. Sie versuchte sich im olympischen Boxen um kurzfristig eine Qualifikation für die olympischen Spiele in London 2012 zu schaffen, wo das Damenboxen erstmals olympisch wurde. Anfang 2012 startete sie bei internationalen Boxturnieren und qualifizierte sich damit für die AIBA Box Weltmeisterschaft in China, wo sie jedoch in der ersten Runde ausschied. Damit schrieb Nicole Trimmel aber österreichische Sportgeschichte. Nach Gewinn des österreichischen Staatsmeistertitels im olympischen Boxen kehrte sie zu ihrer Leidenschaft, dem Kickboxen zurück.

Im Jahr 2015 kommt es im Zuge der Irish Open in Dublin zu einer schweren Knieverletzung. Trimmel reißt sich Kreuzband und Meniskus im rechten Kniegelenk und fällt für knappe eineinhalb Jahre aus. Im Mai 2016 kehrt sie auf die internationale Weltspitze zurück und feiert ihr Comeback. Sie schlägt ihre Konkurrentinnen nach dieser schweren Verletzung wieder in Grund und Boden. Ihren ersten Turnierantritt beim WAKO Hungarian Worldcup in Budapest 2016 setzt sie sich erneut die Vollkontakt Krone auf. Als Draufgabe gelingt es ihr 2016 den Europameistertitel im Vollkontakt in Griechenland erfolgreich zu verteidigen. Für dieses grandiose Comeback wird sie von Burgenlands Sportjournalisten zum bereits vierten Mal zur Sportlerin des Jahres 2016 ausgezeichnet.

Um ihre Sportart in der Öffentlichkeit bekannter zu machen und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, produziert die Sportlerin einen eigenen „Nicole Trimmel Kalender“ in limitierter Auflage. Seit 2012 wird dieses Projekt erfolgreich mit unterschiedlichen Fotografen umgesetzt.

(Quelle: Wikipedia)

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Mairbek Taisumov

Mairbek Taisumov (MMA)

Mairbek TaisumovMairbek Taisumov

Sportlerprofil

Mairbek Taisumov wurde am 8. August 1988 geboren und wuchs in Tschetschenien auf. Ringen ist in seiner Heimat ein Nationalsport. Bereits auf dem Schulhof wurden neu erlernte Techniken stets verfeinert. Er war gerade einmal elf Jahre alt, als sein Vater im zweiten Tschetschenienkrieg verstarb und seine Familie nach Wien auswanderte. “Ich denke dass Tschetschenen hart im Nehmen sind, sie machen sich keine Sorgen um ihre Zukunft. Sie leben in der Gegenwart, was wichtig für einen Kämpfer ist”.

Neben dem Kampfsport widmete sich Taisumov in Österreich auch dem Fußball. Dort wurde er “Beckham” gerufen, woraus sich schließlich sein Spitzname “Beckan” entwickelte. Nach hitzigen und intensiven Diskussionen mit einem Freund, ob Ringen oder doch brasilianisches Jiu Jitsu der bessere Sport sei, nahm er an Trainingseinheiten der südamerikanischen Kampfkunst teil und hielt nach nur wenigen Wochen mit den Besten mit. Schließlich widmete sich Taisumov vollständig dem Kampfsport. Eines Tages fragte ihn dann sein Trainer, ob er es nicht im MMA versuchen möchte. Seine Antwort war kurz und bündig: “Ja, warum nicht. In Tschetschenien kämpfen wir jeden Tag nach der Schule.” Bei seinem ersten Kampf in einer Biker-Kneipe in Deutschland fragte er sich wahrscheinlich noch, wo er gelandet sei, aber nach seinem ersten Sieg stieg seine Begeisterung für den Sport und sein Training wurde immer professioneller.

2007 machter dann sein professionelles MMA Debüt in der UFC gegen den Tschechen Vaclav Pribyl, den er mit einem Submission in der zweiten Runde besiegte. Die Freude über das Interesse der UFC ist Taisumov noch heute anzusehen. “Weißt du welches Gefühl ich gehabt habe? Die beste Organisation der Welt ruft dich an und will, dass du für sie kämpfst!”. Vier der ersten vier UFC-Kämpfe gewann Taisumov. Anfang 2015 verlängerte er dann seinen Vertrag für weitere  fünf Kämpfe. Den ersten davon gewann er im Juni 2015 in Berlin gegen den davor ungeschlagenen Alan Patrick via TKO. Er holte sich dafür auch einen 50.000-Dollar-Scheck für die “Performance of the Night”.

Trotz all dieser Erfolge, scheint Mairbek auf den Boden geblieben zu sein. So meint sein ehemaliger Manager, Nicolas Löckel, dass seine Demut und seine Begeisterung für den Sport unglaublich sei. Er ist davon überzeugt, dass Beckan den Titel holen kann.” Auch Roger Huerta, ehemaliger UFC-Veteran und Trainer im Tiger Muay Thai Camp in Phuket, Thailand, in dem sich Taisumov auf seine Kämpfe regelmäßig vorbereitet, hält viel von seinem Schützling. Geht es nach ihm, ist der sympathische Tschetschene der nächste Georges St-Pierre, eine weitere UFC-Legende. ” Er ist so bescheiden. Er gibt eher anstatt, dass er nimmt und obendrein ist er ein guter Zuhörer. Er nimmt jeden Vorschlag, Ratschlag gerne an, selbst wenn diese von jemanden kommen, der unter seinem Kampf-Level steht.” Mairbek will schließlich an die Spitze seiner Gewichtsklasse. Er lernt, trainiert und schwitzt jeden Tag dafür – um die Nummer 1 zu werden!

Wir sind uns sicher, dass Beckan uns noch viele unterhaltsame, technisch meisterhafte Kämpfe bescheren wird und wünschen ihm daher viel Erfolg in seiner MMA-Karriere!

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Kristin Wieninger

Kristin Wieninger (Karate)

Kristin WieningerKristin Wieninger

Sportlerprofil

Die ehemalige Sportgymnasiastin Kristin Wieninger, 19, vom UKC Zen Tai Ryu HAK St. Pölten katapultierte sich schnell mit viel Training und harter Disziplin in die Weltliga der Kata-Damen. Mit gerade einmal 16 Jahren gelang ihr als erste österreichische Kata-Sportlerin der Sprung unter die Top Ten der Karatewelt. Derzeit nimmt sie den tollen fünften Rang im Ranking der World Karate Federation ein. Ausschlaggebend für den Aufstieg der ehemaligen Leistungssport-Gymnasiastin ist bestimmt ihr positives Umfeld, das durch optimales Zusammenwirken von Elternhaus,Verein, Verband und dem Heeressportleistungszentrum gehalten wird. Wir trafen sie mitten in den Vorbereitungen auf ihre letzte Jugend-Weltmeisterschaft in Tenerifa. Mit uns sprach das Karategirl über ihre sportlichen Erfolge, Ziele und Wünsche.

Kampfsport1.at: Hallo liebe Kirstin, danke, dass du heute mit uns etwas plauderst. Erzähl doch unseren Lesern etwas über dich und deine sportlichen Anfänge.

Kristin Wieninger: Ich bin 19 Jahre alt und seit ich sechs Jahre bin mache ich Karate. Ich bin durch meinen älteren Bruder dazugekommen. Er ist zwei Jahre älter und, weil man erst ab sechs Jahren mit dem Karate anfangen darf, habe ich zwei Jahre lang zugeschaut. Als ich endlich sechs Jahre alt wurde, konnte ich es kaum erwarten mit diesem Sport anzufangen.

Du hast dann bestimmt einen kleinen Vorteil gehabt durch deinen Bruder, oder?

-Ja, als ich noch Anfängerin war, wusste ich schon fast alles, weil ich immer meinem Bruder zugesehen und mitgemacht habe. Ich wusste schon da, dass das mein Sport wird.

Du bist auch im Nationalteam, wann warst du das erste Mal dabei?

-Mit 14 Jahren; da habe ich auch bei meiner ersten Jugend-Europameisterschaft teilgenommen. Das hat sich dann so gut entwickelt, sodass ich dann mit 16 ins allgemeine Klassenationalteam aufgenommen wurde. Ich war auch die jüngste die an einer allgemeinen Klasse-WM partizipiert hat. 2018 bin ich dann sogar fünfte bei der WM in Linz geworden.

Du hast schon viel erreicht in deinem so jungen Leben, wie weit möchtest du noch gehen?

-Olympia, Tokio 2020, weil Karate jetzt olympisch geworden ist. Das ist etwas sehr Erstrebenswertes für mich, aber mein Hauptziel ist es einmal eine Medaille bei einer WM zu ergattern. Um Bronze durfte ich schon kämpfen, aber leider verloren.

Du bist noch jung und kannst das bestimmt noch erreichen!

-Stimmt, meine Gegnerin bei diesem Kampf war beispielsweise doppelt so alt wie ich. Das zeigt auch, dass ich nicht so schlecht sein kann. Außerdem trainiere ich auch richtig hart um einmal richtig gut zu werden.

Stichwort: Vorbereitungen, was gehst du da durch?

-Ich mache Kata, das ist quasi Schattenboxen. Da mache ich die Techniken und Bewegungen in der Luft nach. Bei einem Wettkampf präsentiert sich jeder einzeln und, wenn der letzte vor mir dran ist, dann schließe ich meine Augen und gehe im Geist den Ablauf noch einmal durch. Das ist meine Vorbereitung direkt davor.

Wer unterstützt dich bei einem Wettkampf?

-Marianne und Erhard Kellner, meine langjährigen Trainer und Martin Kremser, unser Sportdirektor betreuen mich direkt am Ort. Sonst unterstützt mich auch das Bundesheer. Ich bin als Heeresleistungssportlerin hauptangestellt.

Du verdienst also schon richtig dein Geld mit dem Karate?

-Ja, genau; nach meiner Matura bin ich direkt zum Bundesheer als Berufs bzw. Leistungssportlerin gegangen.

Wie lange kann man das dort machen?

-Maximal zehn Jahre, aber ich möchte in Zukunft ein Physiotherapie-Studium machen.

Und was steht dieses Jahr noch an?

-Die Jugend-WM in Tenerifa Ende Oktober. Das wird meine letzte sein, da ich schon 19 bin und im September Geburtstag habe. Es geht sich genau um zwei Monate nicht aus, dass ich bei der nächsten teilnehmen kann. Meine Gegner werden dann alle zwei Jahre älter als ich sein und das Alter im Karate macht schon viel aus.

Was erwartest du dir von deiner letzten Jugend-WM?

-Eine Medaille – das wäre ein Traum.

Du bist ja mittendrin in den Vorbereitungen, wie sieht ein Trainingsalltag bei dir aus?

-Ich habe zweimal am Tag unter der Woche Training. Am Wochenende haben wir meistens Wettkämpfe, wenn nicht, dann wird auch samstags trainiert und Sonntag ist Ruhetag. Kata-Wettbewerbe sind immer am Vormittag um etwa 8/9 Uhr, daher beginnen unsere Frühtrainings auch um 8 Uhr und dauern 2 bis 2 1/2 Stunden. Am Abend wiederholt sich das. Trainiert werden nur meine Katas in der Wettkampfsaison.

Deine Freizeit verbringst du wie?

– Da ich nicht mehr in die Schule gehe, besteht mein ganzer Tag aus Karate. Einmal pro Woche muss ich mich auch zur Standskontrolle im Heeresleistungszentrum melden. Sonst beschäftige ich mich mit Fotografie und lese gerne.

Abschließend, warum sollte man mit Karate beginnen?

-Man lernt Disziplin und man lernt vor allem Kontrolle über sich selbst. Karate ist eine kontrollierte Kampfsportart ohne ganz durch zuschlagen und einer tiefgründigen Philosophie. Bei Wettkämpfe darf man weder reden noch schimpfen. Geschieht dies dennoch, wird man disqualifiziert. Also ein perfekter Sport um seinen Körper kennenzulernen und diszipliniert zu werden.

Vielen Dank und viel Erfolg!

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Foad Sadeghi

Foad Sadeghi (Thai- und Kickboxen)

Foad SadeghiFoad Sadeghi

Sportlerprofil

Foad Sadeghi ist ein österreichischer Thai- und Kickboxer und amtierender dreifacher Welt- und Europameister (ISKA größter und anerkanntester Verband). Insgesamt ist er in fünf verschiedenen Verbänden Weltmeister (opbu, WKA, ISKA, wpkc, wku). 
Er führt das TOSAN Kampfsportcenter und unterrichtet dort selbst als Trainer.

 

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Arbi Agujev

Arbi Agujev (MMA)

Arbi AgujevArbi Agujev

Sportlerprofil

Arbi Agujev ist ein österreichischer MMA-Fighter.

Kampfsport1: Wie hast du dich für deinen letzten Kampf vorbereitet bzw. wie bereitest du dich generell vor?

Arbi Agujev: Ich bereite mich acht Wochen vor einen Kampf vor. Wenn es geht dann im Ausland, entweder in Polen oder Thailand sonst in Wien. Nur leider gibt es in Wien nicht viel Sparing-Partner, deswegen fliege ich meisten nach Phuket, Thailand.

Wie sieht es mit deinem Gewicht aus?
Die letzten zwei Wochen habe ich mehr als 15 Kilo abgenommen. Vor einem Kampf muss ich immer abnehmen. Ich wiege nicht 77,6 Kg wie bei der Abwaage. Ich wiege eigentlich zwischen 92 und 95 Kilo.
Was machst du am Tag deines Kampfes?

Vor dem Turnier wärme ich mich auf bis zum vorletzten Kampf. 15 Minuten vor meinem Kampf höre ich dann auf und ruhe mich bis zu meinem Auftritt aus.

Wusstest du schon als kleiner junge, dass du einmal den Weg eines MMA-Kämpfers einschlagen wirst?

Nein, ich hatte keine Ahnung. Als Kind habe ich mit Judo begonnen. Machte dann weiter mit dem Ringen und Jiu-Jitsu. 2007 begann ich schließlich mit dem MMA-Training an. Im Sommer 2008 debütierte ich dann als professioneller MMA-Kämpfer.

Du hast dich also weiterentwickelt?

Ja, ich wollte mich athletisch weiterentwickeln. Ich nahm zwar bei der österreichischen Staatsmeisterschaft teil, doch merkte ich schnell , dass ich ein Athlet im Weltergewicht sein wollte. Außerdem wollte ich (Thai)boxen dazu nehmen, weil MMA moderner wurde und so fing meine Karriere an.

Wer ist dein Vorbild im MMA?

Der mexikanische UFC-Fighter Caine Velasquez. Ich habe all seine MMA-Kämpfe gesehen. Ich wurde neugierig und wollte es selber einmal ausprobieren. Eigentlich hätte das nur eine einmalige Sachen sein sollen, doch dann wurde mehr daraus.

Kannst du davon leben?

Ich bin zwar professioneller MMA-Kämpfer, aber noch kann ich nicht davon ausschließlich leben. Zwar erhalte ich manchmal Bonus-Gagen, doch das sind eher die Ausnahmen.

Was arbeitest du nebenbei?

Nebenbei arbeite ich in einem jüdischen Geschäft als Hilfsarbeiter bei der Kassa im 20. Wiener Bezirk.

Wer weiß, vielleicht musst du das bald nicht mehr machen, schließlich bist du in Wien für viele Jugendliche ein Star.

(Lacht) Ich bin kein Star. Ich fühle mich nicht wie einer. Dennoch möchte ich sehen wie weit ich komme.

Was sagt deine Familie zu dem Kampfsport, deine Mutter insbesondere?
Sie sagt mir oft ich soll nicht kämpfen. Sie will, dass ich aufhöre, da sie Angst um mich hat. Trotzdem ist sie stolz auf mich. Wenn ich gewinne, freut sie sich für mich und ist auch gleichzeitig erleichtert, dass es vorbei ist. Es bleiben brutale Kämpfe, deswegen ist sie nie live dabei.
Du bist auch mit dem Projekt “Street 2 Future” sozial engagiert, richtig?
Ja, vor vier Monaten begann ich daran teilzunehmen. Ich gab den Jugendlichen auch Unterricht. Leider musste ich dann nach Thailand wegfliegen. Momentan bin ich in der Erholungsphase und verbringe viel Zeit mit meiner Familie. Bald möchte ich wieder mit dem Projekt starten. Es ist mir ein großes Anliegen, dass die Kids nicht ohne Perspektive da stehen und unnötig beginnen zu streiten.
Eben, du hast für diese Jugendliche eine gewisse Vorbildfunktion.

Genau, ich schätze das sehr. Sie haben Respekt vor mir. Was ich an Erfahrung weitergeben kann, gebe ich liebend gerne an diese Kids weiter. Sie sollten nicht kriminell werden und etwas aus ihrem Leben machen. Sobald ich wieder mehr Zeit finde, möchte ich diese mit ihnen verbringen.

Vielleicht entwickelt sich dieses Pilotprojekt weiter auf andere Bezirke, was meinst du?

Das hoffe ich. Ich werde dies auch mit den Organisatoren besprechen. Es wäre schade, wenn Jugendliche durch unnötige Aktionen ihre Zukunft verbauen.

Du hast bestimmt auch kein einfaches Leben gehabt, wenn man bedenkt, dass du in jungen Jahren deine Heimat verlassen musstest, oder?
Genau, zwar war ich als junger Bursche auch schlimm, aber dann wurde mir klar, dass das nicht der richtige Weg ist. Geraucht und getrunken habe ich aber nie in meinem Leben. Ich war damit immer sehr vorsichtig. Außerdem wollte ich nicht in meinem Leben von jemandem oder etwas abhängig sein.
 
Du kämpfst für Österreich, wie kam es dazu?

Seit 2003 bin ich in Österreich. Die meiste Zeit meines Lebens habe ich hier verbracht. Ich repräsentiere Österreich, weil ich hier nun einmal lebe. Warum sollte ich andere Länder repräsentieren, wenn ich hier wohne. Ich werde meine Heimat Tschetschenien nie vergessen. Tschetschenien ist und bleibt meine Heimat. Meine Wurzeln sind von dort und das werde ich nie ablegen. Dennoch lebe ich in Wien und das respektiere ich.

Oft hört man Vorurteile über Tschetschenien, wie gehst du damit um?

Überall gibt es gute und schlechte Menschen. Man darf das nicht von Ländern abhängig machen. Man darf nicht verallgemeinern. Nur weil ein Tschetschene schlecht ist, darf man nicht davon ausgehen, dass alle so sind. Mit einer gewissen Portion Menschenkenntnis merkt man schnell, wie manche Leute so ticken. Mensch ist Mensch! Ich respektiere alle Menschen!

Was dürfen deine Fans für 2017 noch erwarten?

Im August bzw. September sollte noch ein Kampf in Wien stattfinden. Organisiert wieder von ACB.

Wer wird dein Gegner sein?

Das kann ich noch nicht sagen. Wahrscheinlich einer aus Tschechien. Grundsätzlich erfahre ich das erst wenn ich mit meinen Kampf-Vorbereitungen fertig bin.

Hast du einen Wunschgegner?

Nein, wenn mich jemand duellieren will, bin ich stets bereit gegen diesen anzutreten.

Zum Schluss, was sind deine Zukunftspläne?

Trainieren, trainieren, trainieren, und mehr Kämpfe beschreiten. In ferner Zukunft möchte ich aber gerne eine Kampfsportschule eröffnen und die Kids selber unterrichten.

Vielen Dank für das nette Gespräch. Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg für deine weiteren Pläne!
Danke, ebenfalls!

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Aleksandar Rakic

Aleksandar Rakić (MMA)

Aleksandar RakicAleksandar Rakić

Sportlerprofil

Seit Österreichs MMA-Hoffnung Aleksandar Rakić (25) einen Vertrag bei der UFC unterschrieb, ist das mediale Interesse an ihm über Nacht explodiert:

„Ich kriege noch immer viele Nachrichten, Gratulationen von Freunden und Anrufe von Journalisten. Aber gut, das gehört zu MMA dazu“, sagt der sympathische Wiener, als er uns im Gym 23 in Liesing zum KOSMO-Interview empfängt. Es ist wahrlich eine Sensation: Vor zwei Wochen unterschrieb der Sohn eines serbischen Busfahrers aus Wien-Ottakring in der Champions League der weltbesten Fighter, der Ultimate Fight Championship mit Sitz in Las Vegas. Nun sprach er über seine Anfänge, seine Idole, seinen Heimatbezirk Ottakring und die nächsten Ziele im Oktagon.

Wie geht`s Dir seitdem du den Vertrag bei der UFC unterschrieben hast?
Rakić: Es war natürlich eine große Befriedigung, dass die jahrelange Arbeit Früchte getragen hat und ich mit diesem Vertrag belohnt wurde. Aber ich habe nicht lang gefeiert, sondern bin sehr schnell zurück zu meinem ganz normalen Alltag zurückgekehrt. Ich muss weiter diszipliniert und hart an meinen Zielen arbeiten. Schritt für Schritt, so wie ich es bis jetzt auch gemacht habe.

Wann werden wir deinen ersten UFC-Kampf sehen? 
Vorraussichtlich im Juli, aber das wird erst noch fixiert. Ich habe einen Vertrag für vier UFC-Kämpfe bekommen, die ich in den nächsten zwei Jahren machen muss. Wenn ich gute, spannende und hoffentlich siegreiche Kämpfe habe, kann ich länger in der UFC bleiben. Ich will der ganzen Welt beweisen, dass ein Junge aus Wien-Ottakring es auch schaffen kann, ganz oben mitzuspielen.

Neben der sportlichen Leistung, muss bei der UFC auch die Show stimmen. Bist du bereit für den ganzen Trash Talk vor den Kämpfen und den ganzen Medien-Rummel? 
Ja, sicher. Es ist wichtig interessant zu kämpfen und meine Kämpfe sind spektakulär und aufregend. Bei der UFC liege ich damit absolut richtig.

Kannst du uns erzählen, wie du mit dem Kampfsport angefangen hast? 
Alles fing vor zwölf Jahren an, als ich selber dreizehn Jahre alt war. Ich fing an mit Kickbox, wo ich es letztendlich im Laufe der Zeit bis zum Wiener Landesmeister schaffte. Im Boxen habe ich ebenso drei Kämpfe gehabt. Aber irgendwann wurde es mir zu langweilig und ich wollte mehr. MMA war perfekt dafür: Es verlangt von dir alles ab und du musst in mehreren Disziplinen gut sein, sei es im Boxen, sei es im Ringen oder das Jiu-Jitsu. Im MMA musst du ein kompletter Kämpfer sein – auf allen Ebenen. Genau diese Herausforderung wollte ich.

Du bist seit sechs Jahren im MMA-Sport. Hattest du die Gelegenheit UFC-Größen kennenzulernen? 
Ja. Ich durfte sogar mit Alexander Gustaffson in Schweden trainieren. Er ist der drittbeste auf der Welt in der Leichtschwergewichtsklasse. Als ich in Las Vegas bei der Amateur-WM kämpfte, durfte ich auch den legendären Jon Jones kennen lernen. Das war wirklich ein Highlight.

Hat Jon Jones damals irgendwas zu deiner Performance gesagt? 
Er hat mich nur angesehen als ich neben ihm stand und als er merkte, dass ich gleich groß wie er bin, meinte er nur: „Oh, you`re a big motherfucker“. Aber dann sagte er zu mir etwas, an das ich heute noch täglich denke: „Es ist leicht in die UFC zu kommen, aber es ist hart hier zu bleiben“. Das nehme ich natürlich jetzt mit auf den Weg.

Wenn du wählen könntest, wen würdest du am liebsten K.O. schlagen? 
Wie jeder andere MMA-Kämpfer auch: Den Champion, natürlich!

Du wohnst jetzt in Brigittenau, bist aber in Ottakring aufgewachsen. Kann man dich am Wochenende manchmal auf der Balkanstraße antreffen?
Eigentlich sehr, sehr selten. Fortgehen, verrauchte Räume, Alkohol – das ist nicht meine Welt und das kann ich auch nicht mit meinem Sport vereinen. Ich trinke Alkohol fast nur nach einem gewonnen Kampf, aber dann auch nur ein, zwei Gläser Wein. Ich gehe lieber was essen mit Freunden als mich in den Rummel zu stürzen. Das ist viel entspannender.

Da du aus Ottakring kommst, muss ich dich natürlich ganz klischeehaft fragen: Warst du ein „Bad Boy“?
Wir haben als Jugendliche schon auch Blödsinn gemacht, aber nie etwas wirklich Schlimmes, geschweige denn eine Straftat begangen. Ich war vor allem ein unruhiges Kind, aber niemand, der den Konflikt gesucht hat. Mein Kampfsport gab mir immer die Action, die ich brauchte.

Was machst du noch in der Freizeit? Wie entspannen MMA-Kämpfer?
Ich wohne unweit von der Donauinsel und gehe dort öfter Fahrradfahren oder Joggen. Ebenso mag ich das Fischen, weswegen ich manchmal nach Niederösterreich hinausfahre. Natur, Bewegung und Entspannung, das ist mein Freizeit-Programm. Ansonsten sehe ich mir natürlich gerne UFC-Kämpfe an mit meinen Freunden zuhause.

Was sagt eigentlich deine Freundin dazu, dass du MMA zu deinem Beruf gemacht hast? 
Meine Freundin steht voll und ganz hinter mir. Ich bin mit ihr dreieinhalb Jahre zusammen und sie gibt mir sehr viel Rückhalt. Als ich im Krankenhaus war, operiert wurde und mich selber nicht mal waschen konnte, war sie für mich da und sie ist es noch immer.

Wie geht’s deinem Vater und deiner Mutter bei deinen Kämpfen? MMA ist nicht gerade ein Schachspiel, sondern die von der Optik her brutalste Kampfsportart…
Meine Eltern unterstützen mich mein ganzes Leben lang, so ist es auch mit MMA. Dafür bin ich ihnen ewig dankbar. Aber meine Mutter hat natürlich immer Angst vor meinen Kämpfen und weint auch kurz vor dem Kampf meistens. Mein Vater kommt sehr selten zu Kämpfen, da er das Nervenspiel nicht mitmachen kann. Ich verstehe das und ich finde es auch besser so. MMA ist nichts für Balkan-Eltern. Aber dafür sind mein Bruder und meine Schwester immer da. Beim letzten Kampf im Hallmann Dome hat die Halle gebebt und das Publikum hat eine großartige Stimmung gemacht. Ich kriege jetzt wieder Gänsehaut, wenn ich daran denke.

Hast du manchmal Angst vor dem Kampf? 
Nein, ich habe keine Angst, sondern empfinde dann eine positive Aufregung. Ich habe nur Angst vor Gott, der letztendlich bestimmt, wie alles kommen wird. Regelmäßig in die Kirche zu gehen und meinem Glauben nachzugehen ist mir wichtig.

Mit welchem Lied gehst du in den Oktagon? 
Mit Ready for War von 50 Cent. Den Spruch habe ich mir auch tätowieren lassen.

Mittlerweile kannst du von MMA leben – oder? 
Ja, ich werde pro Match bezahlt. Aber dank der Firma Geneth, die mein Hauptsponsor ist, kann ich schon länger in aller Ruhe meinem Sport nachgehen. Ich bin ihnen dafür sehr dankbar, dass sie mir das ermöglichen.

Wenn es mit MMA nicht klappt, was ist dann dein Plan B? 
Ich habe eine Ausbildung zum Hotelfachmann gemacht, konnte danach aber leider keinen Job in der Branche finden. Dann arbeitete ich in einem Lager, aber ich bezweifle, dass ich jemals dorthin zurückkehren muss. Ich zweifle nicht daran, dass ich es schaffen werde – solange Gott und die Gesundheit auf meiner Seite sind. Außerdem trainiere ich bereits jetzt andere. Insofern sehe ich meine Zukunft – so oder so – im Kampfsport.

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Sado Ucar

Sado Ucar (MMA)

Sado UcarSado Ucar

Sportlerprofil

Sado Ucar darf getrost zu den besten Leichtgewichten in Österreich gezählt werden. Mit seinen jungen 28 Jahren hat Sado sich bereits eine beeindruckende Statistik von sechs Siegen in Folge erkämpft. Nie musste der MMA-Fighter über die Runden gehen, die meisten Kämpfe beendete “The Panther” vorzeitig. Zu fünf Siegen via Submission gesellen sich drei via Decisions sowie ein  T.K.o.-Sieg über den Georgier Giorgi Bazanov (1-5).

Kampfsport1.at traf ihn im August 2017 zu einem exklusiven Interview:

Kampfsport1: Vielen Dank, dass du dir Zeit für unsere Fragen nimmst. Stell dich doch bitte unseren Lesern vor. Wie sieht deine bisherige MMA-Karriere aus?

Sado: Ich bin eigentlich schon länger in der Szene, nur habe ich aus finanziellen Gründen für 5-6 Jahre pausieren müssen. Als Kind habe ich mit Thaiboxen begonnen. 2006, 2007 und 2009 wurde ich Staatsmeister. Seit Jänner 2016 bin ich wieder aktiv. Im Februar hatte ich dann den UCF-Titel-Kampf gegen Vaso Bakocevic, den ich gewonnen habe und im Mai habe ich mir dann den WPKC-EM-Titel gegen Arbi Kilaev geholt.

Kampfsport1: Wie bist du zum MMA gekommen? Du hast auch den Blaugurt in BJJ.

Sado: Kampfsport haben wir in der Familie. Mein Vater war Kampfsportler, mein Onkel auch und jetzt ich. Sie haben mich immer inspiriert. Sie waren meine ersten Vorbilder.

Kampfsport1: Wenn du schon die Vorbilder ansprichst, hast du auch einen aktuellen MMA-Kämpfer zum Vorbild?

Sado: Wie gesagt, zuerst waren es meine Verwandten, dann Fedor Emelianenko.

Kampfsport1: Deine letzten Siege hast du souverän am Boden gemeistert. Sind Taekdowns deine Stärken geworden?

Sado: Ich bin eher ein Stand-up Kämpfer. Ich würde auch gerne im Stehen kämpfen, nur meine Gegner wollen nur am Boden. Ich bin nicht so für Takedowns; in meiner Gewichtsklasse ist das etwas schwer, da ich bisschen größer bin. Mir ist lieber Takedown Defense. Wenn es zum Boden kommt, dann gibt es kein zurück. Ich klammere fest wie ein Panther [lacht]

Kampfsport1: Du hast bald deinen nächsten Titel-Kampf. Wie bereitest du dich vor und was weißt du über deinen Gegner?

Sado: Ich habe mich vier Wochen lang in der Türkei vorbereitet. Im Fokus stand das Ringen und mein Stand-up verbessern. Jetzt bin ich in Kroatien mit der Alpha Jiu Jitsu Academy um das Grappling noch zu perfektionieren. Über meinen Gegner weiß ich nur, dass er sich jetzt in Russland vorbereitet. Er ist ein guter Ringer.

Kampfsport1: Wie sieht deine Prognose für den Kampf aus?

Sado: Es wird kein leichter Kampf werden, da er schon mehrer Kämpfe absolviert hat als ich. Das heißt aber nichts! Ich bin auch stark vorbereitet. Und mental bin ich sowieso stark.

Kampfsport1: Wie wichtig ist dir dein inneres Gleichgewicht?

Sado: Die Psyche ist sehr wichtig. Wenn man im Kopf verliert hat man schon den Kampf verloren.

Kampfsport1: Wie gehst du mit Niederlagen um?

Sado: Natürlich ist man im ersten Moment traurig, aber das Leben geht weiter und ich versuche immer wieder das beste daraus zu machen. Ich versuche meine Fehler das nächste Mal zu vermeiden. Nur so kann man weiter wachsen.

Kampfsport1: Welche Art des Trainings gefällt dir am besten?

Sado: Im Großen und Ganzen macht mir alles Spaß. Doch am besten gefällt mir BJJ, da man die Kämpfe zu 70% am Boden macht. Zudem verlangt BJJ sehr viel Disziplin von dir. Das beruhigt mein Inneres. Ich vergleiche das immer wie ein Schachspiel. Es stärkt mich sowohl körperlich als auch mental.

Kampfsport1: Gibt es einen bestimmten Kämpfer gegen du antreten willst?

Sado: Einen bestimmten Kämpfer gibt es nicht. Aber gegen die Guten will ich antreten. Nur so kommt man weiter.

Kampfsport1: Wie ist eigentlich der Kontakt mit Loik zustande gekommen und wie war deine Reaktion, dass es sich um ein Titelkampf handelt?

Sado: Den Kontakt hat Tommy Winkelstein aufgestellt. Er kümmert sich um die Kämpfe, aber auch mein Onkel Atilla Ulcer. Ich habe mich natürlich sehr gefreut, dass es sich um ein Titelkampf handelt und umso mehr habe ich mich gefreut, dass Loik mein Gegner wird. Er ist sehr stark.

Kampfsport1: Was machst du noch, wenn du nicht gerade trainierst?

Sado: Ich hatte bis vor Kurzem eine Lounge und ein Beauty-Studio. Ich habe diese für diesen Sport aufgegeben.

Kampfsport1: Dein Ziel ist also vom Kampfsport leben zu können?

Sado: Genau, weil es das ist was ich gerne mache. Dieser Sport ist meine Leidenschaft.

Kampfsport1: Welche Menschen in deinem Leben haben immer an dich gedacht?

Sado: Meine Freunde, diese unterstützen mich und auch meine Familie.

Kampfsport1: Warum “The Panther”?

Sado: Weil der Panther behutsam an seine Beute herangeht und ich gehe behutsam an meine Gegner ran.

Kampfsport1: Wenn du einen Wunsch frei hättest, welcher wäre dieser?

Sado: Gesundheit- damit kann man alles im Leben erreichen!

Kampfsport1: Willst du dich noch bei jemanden bedanken bzw. was möchtest du deinen Fans auf diesen Weg mitgeben?

Sado: Bedanken möchte ich mich besonders bei der Alpha Academy, bei Tricepssportnahrung, bei der Mevla GmbH und bei Fighter’s World. Außerdem möchte mich bei all den Fans bedanken, die mich stets unterstützen und an mich glauben, die meine harte Arbeit sehen. Ich verspreche euch zukünftig top Kämpfe abzuliefern. Vielen Dank an alle!

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