Worldgames Silber Medaille

Alisa Buchinger holt Silber Medaille bei WORLD GAMES 2017

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Alisa Buchinger gewann bei den World Games in Wroclaw (Pol) ihre Vorrunde und siegte auch im Semifinale gegen Vizeweltmeisterin Kristine Pedersen (Dän). Damit erkämpfte sie sich ins Finale gegen die Algerierin Lamya Matoub. Die Kampfrichter entschieden nach einem 0:0 mit 4:1 Stimmen zugunsten der Algerierin. Buchinger verpasste nur knapp Gold, konnte jedoch bis jetzt insgesamt sechs Medaillen für das österreichische Aufgebot holen. 

Alisa Buchinger verabschiedet sich nach der höchst umstrittenen Final-Niederlage gegen Lamya Matoub (Alg/Nr. 30) nach einem 0:0 und 1:4 nach Kampfrichterentscheid mit Silber hocherhobenen Hauptes aus der Klasse bis 68 Kilogramm, wechselt nun in den Olympiarhythmus und in die Kategorie bis 61 Kilo. „Ich wusste, dass die Afrikameisterin schwer zu bekämpfen ist. Sie hat eine Riesenreichweite und unorthodoxe Techniken. Dennoch habe ich mich gut gefühlt und wollte gewinnen“, analysierte Alisa Buchinger ihre Finalniederlage.

Dabei beherrschte sie die Vorrunde und siegte auch im Semifinale, entschied die Neuauflage des WM-Endkampfes von Linz 2016 klar für sich. Vollkommen fokussiert stieg Alisa Buchinger auf die Tatami, klopfte sich energisch auf die Brust und ließ im Halbfinale gegen Vizeweltmeisterin Kristine Pedersen (Dän) nie Zweifel aufkommen: Nach 57 Sekunden stellte die Salzburgerin mit einem Tsuki auf 1:0. Mit dem Waza-ari sorgte Alisa 37 Sekunden vor Schluss für die Vorentscheidung, stellte auf 3:0. Am Ende feierte sie einen 4:0-Sieg und bestätigte das WM-Finalergebnis von Linz – im Herbst hatte Alisa 6:1 gewonnen.

Alisa Buchinger heizte die ausverkaufte Gem-Halle schon in der Vorrunde kräftig an: Erst fegte die Salzburgerin Lokalmatadorin Kamila Warda (Pol/Nr. 34) eindrucksvoll mit 5:0 von der Tatami, dann versuchte sich Amy Thomason (Nzl/Nr. 45) „auf der Flucht“ – so kam es „nur“ zu einem 2:0. Am Ende der Vorrunde folgte ein programmiertes 0:0 gegen Lamya Matoub (Alg/Nr. 30) – Gruppensieg. Und die Algerierin meinte: „Wir sehen uns im Finale.“ Womit sie Recht behielt – und am Ende sogar Gold eroberte.

Bei den österreichischen Betreuern sorgte die Entscheidung für Unverständnis. „Ein absurder Entscheid. Alisa hat den Kampf dominiert. Silber ist natürlich ein schöner Erfolg, aber das Urteil der Kampfrichter ist für uns alle einfach unverständlich“, erklärte ÖKB-Generalsekretär Ewald Roth. Nach einer Aktion Buchingers hatte die ÖKB-Delegationsleitung erfolglos einen Videobeweis beantragt.

Auch Trainer Manfred Eppenschwandtner sah seinen Schützling als aktivere Kämpferin. „Alisa war klar besser, war dreimal dran, den Punkt zu machen.“ Buchinger hatte sich auf dem Weg ins Finale bereits von Matoub 0:0-Remis getrennt und anschließend im Semifinale die WM-Zweite Katrine Pedersen (DEN) 4:0 besiegt.

(Fotos: Ewald Roth)

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