“Street 2 Future” – Martial-Arts Fighter trainieren Jugendgruppen

“Street 2 Future” – Martial-Arts Fighter trainieren Jugendgruppen

Kampfsport-Idole treffen in Kampfsportzentren und Einkaufszentren auf Jugendliche und machen gemeinsam Sport. Vor jeder Sporteinheit gibt es 30-minütige Workshops zu Toleranz und Zusammenleben. Es geht vor allem um Gewaltprävention, das Aufbrechen traditioneller Frauenbilder und Einstellungen rund um Nationalismus.

In Kooperation mit dem Donauzentrum startete so das neue Gewaltpräventionsprojekt “Street 2 Fight”, mit Szenesportler wie Mairbek Taisumov, Arbi Argujev und Tamerlan Burujev. Damit sollten den Jugendlichen durch Workshops und Trainings mit ihren Kampfsport-Idolen neue Perspektiven eröffnet werden.

Die Sportler waren täglich vor Ort und sprachen die Jugendlichen vor dem Donauzentrum direkt an und erzählten ihnen von den Kursen. Die Aktionen umfassten unter anderem ein Wuzzelturnier, 19 Rundgänge sowie 12 Trainingseinheiten und 32 Einsätze.

Der Bezirksvorsteher Ernst Nevriry holte das Projekt  als erster in die Donaustadt. „Das ist ein Projekt, bei dem man die die Jugendlichen direkt von dort abholt, wo sie sind – nämlich in den Kampsportzentren“, sagt er im Gespräch mit Profil. „Es geht nicht nur darum etwas zu finanzieren, sondern, dass man meinungsbildend dabei vorgeht. Es geht darum, die Idee zu unterstützen.“

Eines dieser Vorbilder, auf das die Jugendlichen hören ist eben der Box-Star Mairbek Taisumov, der über 200.000 Follower auf Instagram hat und unter Jugendlichen, die viel im Donauzentrum abhängen, denselben Stellenwert genießt wie bei einer breiteren Öffentlichkeit David Alaba. Ein Ansatz, der die Arbeit von SozialarbeiterInnen und Jugendzentren effektiv ergänzt. Denn für Jugendliche aus finanziell schwachem Hintergrund ist die Gestaltung des Nachmittags nach Schule oder AMS-Kursen auch eine soziale Frage – Freizeit und Sport kosten Geld.

 

street2future-Alexander Karakas

Bekam Tausumov-UFC Kämpfer-Sozialprojekt

 

 

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