Taekwondo ist eine koreanische Kampf- und Selbstverteidigungskunst, bei dem Arme und Beine mittels Schlägen und Tritten zur Abwehr und für den Angriff eingesetzt werden. Von den Koreanern wird diese Kampfkunst seit fast 2500 Jahren ausgeübt, und gehört in allen Schulen zum täglichen Unterricht.
Der Begriff Taekwondo setzt sich aus drei altkoreanischen Wörtern zusammen:
| TAE: | bedeutet unter anderem: im Sprung treten, mit dem Bein schlagen, kicken, zerschmettern und bezeichnet somit die Beintechniken (70 % aller Techniken) für die TKD bekannt ist. | |
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KWON: | ist ein altkoreanisches Wort für Faust, und weist auf die Handtechniken hin. |
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DO: | kennzeichnet den körperlichen und vor allem geistigen Reifungsprozess. In der westlichen Übersetzung würde es „den Weg, die Kunst, die Philosophie“ beschreiben. Eine freie Übersetzung lautet auch „gehe handelnd deiner Wege“. |
Taekwondo besteht äußerlich aus der Beherrschung der Bewegungsformen (Poomse), des Kampfes (Chayo Taeryon) und des Brechens (Bruchtest/Kyek Pa).
Unter Poomse (Bewegungsform) kann man sich eine Kür vorstellen, die der Taekwondo-Sportler ausführt. Hierbei kämpft er gegen imaginäre Gegner, die ihn angreifen. Er muss Abwehr- und Angriffstechniken nach einem bestimmten Muster verbinden, da die Bewegungen, die er ausführt (Fuß- und Handtechniken) vorgeschrieben sind. Der Taekwondo-Übende soll hier die Ausführung der Grundtechniken trainieren. Für den Schüler bis zum ersten Dan gibt es acht Bewegungsformen, genannt “Taeguk” und für den Meister gibt es neun Bewegungsformen, wobei jede von ihnen einen Namen mit spezifischer Bedeutung trägt.Taekwondo besteht äußerlich aus der Beherrschung der Bewegungsformen (Poomse), des Kampfes (Chayo Taeryon) und des Brechens (Bruchtest/Kyek Pa).

Die Beherrschung des Kampfes mit bloßen Händen setzt voraus, dass man nicht nur den Freikampf selber trainiert, sondern auch die Vorstufen, wie den abgesprochenen Kampf (Sparring/Fußkampf), halbfreien Kampf und die Selbstverteidigung (Hosinsul: Verteidigung gegen bewaffnete und unbewaffnete Angreifer).
Das Element des Brechen umfasst das Zerschlagen/Zerstören von z. B. Holzbrettern, Steinen, Dachziegeln, Eisblöcken, u.s.w., um zu zeigen, wie gut die Ausführung der Grundtechniken herangereift ist, sowie inwieweit die psychischen Fähigkeiten entwickelt sind.
Mit dem intensiven Studium einer Kampfkunst, wie Taekwondo eine darstellt, lassen sich viele Ziele erreichen. Häufig geäußerte Ziele von Anfängern sind Selbstverteidigung und körperliche Fitneß. Beides erfordert ein regelmäßiges und intensives Üben. Nach langjährigem Studium einer Kampfkunst stellt sich häufig heraus, daß durch die persönliche Weiterentwicklung die Anwendung von Taekwondo Techniken für die Selbstverteidigung sich meistens als unnötig erweist. Auch die Pflege der körperlichen Fitneß wird einem zur Selbstverständlichkeit. Darüber hinaus entwickelt sich aber insbesondere die eigene Persönlichkeit weiter. Dies setzt natürlich die Anleitung durch einen Lehrer voraus, der selbst bereits diese Entwicklung durchgemacht hat.
Was läßt sich nun alles mit Taekwondo erreichen:
Körperliche Aspekte
– Beweglichkeit
– Schnelligkeit (Sok Do)
– Kraft
– Aus-Dauer für langfristige Ausdauer ist zusätzlich empfehlenswert: Bergsteigen, Radfahren und/oder Schwimmen.
– Koordination und Gleichgewichtssinn (Kyun Hyung)
– Atemkontrolle (Ho Hup)
– Konzentration (Jip Joong)
– Körperverständnis in Kampfkünsten erlernt man nicht nur wie der Bewegungsapparat des Körpers funktioniert, sondern vielleicht noch wichtiger auf die Signale seines Körpers zu hören.
Charakterliche Aspekte
Über den Weg der körperlichen Anstrengung sowie der Beachtung der Verhaltensregeln erreicht man darüber hinaus auch eine Fortbildung der Persönlichkeit. Dieser Weg ist aber lang und schwer zu gehen. Einige Beispiele für Dinge die man auf diesem Weg finden kann, so man bereit ist, diese anzunehmen:
– Selbstsicherheit
– Erkennen eigener Grenzen
– Respekt anderen Menschen gegenüber, unabhängig von deren Rasse, Hautfarbe, etc.
– Bescheidenheit
– Innerliche Ruhe








